Eosinophiles Ulkus

Synonyme: eosinophiles Granulom der Zunge, eosinophiles Granulom der Mundschleimhaut

Definition

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Das eosinophile Ulkus stellt eine umschriebene granulomatöse Entzündung dar, die tumorartig imponieren kann, jedoch benigne ist und sich in kurzer Zeit spontan zurückbildet.


Ätiologie

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  • Die Ätiologie des eosinophilen Ulkus gilt bis heute als nicht eindeutig geklärt.
  • Möglicher Triggerfaktor ist die wiederholte Traumatisierung.

Epidemiologie

Eosinophiles Ulkus

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  • Das eosinophile Ulkus ist eine seltene Erkrankung.
  • Die Inzidenz der Erkrankung ist noch unbekannt.
  • Betroffen sind meist Erwachsene im mittleren und höheren Lebensalter.

Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Bei dem eosinophilen Ulkus sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Wann ist die Erkrankung erschienen? 
  • Lokalisation? 
  • Was für Beschwerden? 
  • Verlauf? 
  • wiederholte Traumatisierungen?
  • Bekannte Grunderkrankungen? 
  • Erkrankungen bei Angehörigen?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung des eosinophilen Ulkus sind relevant:

  • Anamnese
  • Klinisches Bild
  • Histopathologie:

- unter dem Ulkus: dichtes, zelluläres Infiltrat, das aus zahlreichen eosinophilen Leukozyten sowie Lymphozyten, Plasmazellen und Histiozyten besteht und sich bis in die Muskulatur erstreckt


Klinik

Eosinophiles Ulkus

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Typisch für das eosinophile Ulkus sind folgende klinische Merkmale:

  • Lokalisation: am häufigsten Zunge, seltener Wangen und Mundboden betroffen
  • Klinischer Befund: rasch entstehendes, 0,5-2 cm großes Ulkus mit ausgeprägtem Randwall, wird von einer Fibrinschicht bedeckt; verursacht keine Beschwerden; multiple Herde können betroffen sein
  • Verlauf: spontane Abheilung innerhalb von 5-15 Tagen

Therapie

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  • Eine Therapie bei eosinophilem Ulkus ist nicht erforderlich.

Komplikationen

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Zu den Komplikationen des eosinophilen Ulkus liegt derzeit keine weitere Information vor.


Zusatzhinweise

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Zu dem eosinophilen Ulkus liegen derzeit keine weitere Zusatzhinweise vor.


Literaturquellen

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  • Braun-Falco O, Plewig G, Wolff HH, Burgdorf WHC, Landthaler M (2005) - Dermatologie und Venerologie - Springer, Heidelberg, 5. Auflage
  • Konrad Bork, Walter Burgdorf, Nikolaus Hoede (2008) - Mundschleimhaut- und Lippenkrankheiten: Klinik, Diagnostik und Therapie. Atlas und Handbuch - Schattauer Verlag, 3. Auflage
  • Günter Klöppel, Wolfgang Remmele, Hans-Heinrich Kreipe, Antonio Cardesa, Th Mentzel, Pierre Rudolph, Pieter J. Slootweg (2008) - Pathologie: Kopf-Hals-Region, Weichgewebstumoren, Haut, Band 7 - Springer Verlag, 3. Auflage

  • (2007) Petres, Rompel - Operative Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Springer
  • (2009) Rassner G - Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2009) Fritsch P - Dermatologie und Venerologie für das Studium - Springer
  • (2007) Altmeyer P - Dermatologische Differenzialdiagnose, Der Weg zur klinischen Diagnose - Springer
  • (2005) Braun-Falco O, Plewig G, Wolff HH, Burgdorf WHC, Landthaler M - Dermatologie und Venerologie - Springer, Heidelberg
  • (2003) Jung E, Moll I - Dermatologie - Thieme, Duale Reihe

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