Dysthymia

Synonyme: neurotische Depression, depressive Neurose, Dysthymie

Definition

Dysthymia

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  • Die Dysthymia ist gekennzeichnet durch eine depressive Verstimmung.

Ätiologie

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Die Ursachen der Dysthymia können sein:

  • multifaktoriell
  • genetisch
  • Verminderung von Serotonin und Noradrenalin
  • Ungleichgewicht der Neurotransmitter
  • verkürzte REM-Latenz
  • Medikamente
  • somatische Erkrankungen
  • negative Ereignisse, z.B. Verlust wichtiger Personen
  • Probleme mit dem Selbstwertgefühl
  • gestörte Beziehung zwischen Mutter und Kind
  • kognitive Triade

Epidemiologie

Dysthymia

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Zur Epidemiologie liegen derzeit folgende Daten vor:

  • Frauen > Männer
  • bei ca. 50 % der Betroffenen: Beginn der Dysthymia bei unter 25-Jährigen

Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Bei der Dysthymia sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Depressive Verstimmung?
  • Dauer: über 2 Jahre?
  • Müdigkeit?
  • Schlechter Schlaf?
  • Strengt alles an?
  • Sind die Aufgaben des Alltags zu bewältigen?
  • Stimmung?
  • Jemals daran gedacht, sich das Leben zu nehmen?
  • Erkrankungen?
  • Medikamenteneinnahme?
  • Alkohol? Drogen?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung der Dysthymia sind relevant:

  • klinische Diagnosestellung
  • psychopathologischer Befund
  • chronische depressive Verstimmung
  • Dauer: über 2 Jahre
  • ätiologische Faktoren
  • Verlauf

Klinik

Dysthymia

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Die Dysthymia kann folgende Symptome zeigen:

  • depressive Verstimmung
  • Dauer: über 2 Jahre
  • Müdigkeit
  • schlechter Schlaf
  • alles ist anstrengend
  • Betroffene kommen mit dem Alltagsleben zurecht
  • Beginn: i.d.R. frühes Erwachsenenalter

Therapie

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei der Dysthymia umfassen Folgendes:

Kombinationstherapie:

  • Verhaltenstherapie oder kognitive Therapie plus
  • Antidepressivum (v.a. MAO-Hemmer oder SSRI )
  • z.B. (bei Depression) Moclobemid anfangs 300 mg oral, Erhaltungsdosis  bis zu 600 mg pro Tag [2]
  • z.B. (bei Depression) Fluoxetin 1 x 20 mg oral [2]

Komplikationen

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Bei der Dysthymia kommen folgende Komplikationen vor:

  • Chronifizierung
  • Übergang in "Major Depressionen"

Zusatzhinweise

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Zur Dysthymia liegen folgende Zusatzhinweise vor:

  • chronisch
  • Mindestdauer: 2 Jahre

Literaturquellen

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  1. Möller HJ, Laux G, Deister A (2009) - Duale Reihe Psychiatrie und Psychotherapie - Thieme Verlag, Stuttgart (Seite 76 - 105)
  2. Ruß A (2008) - Arzneimittel pocket - Börm Bruckmeier Verlag, Grünwald (Seite 241-242)
  3. Tölle R, Windgassen K (2009) - Psychiatrie - Springer Medizin Verlag, Heidelberg (Seite 94 ff, 120, 237, 245)
  4. Kasper S, Volz HP (2003) - Psychiatrie compact - Georg Thieme Verlag, Stuttgart (Seite 114)

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