Dermoidzyste

Synonyme: Teratoma benignum, Dermoid, Epidermoid

Definition

Dermoidzyste

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Die Dermoidzyste stellt eine benigne embryonale Geschwulst dar, die als Produkt aller drei Keimblätter im Bereich embryonaler Spalten entstanden ist.


Ätiologie

Dermoidzyste

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  • Die Ätiologie der Dermoidzyste ist noch unbekannt.
  • Die Dermoidzysten können mit einer familiären adenomatösen Polyposis (FAP) assoziiert sein.

Epidemiologie

Dermoidzyste

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  • Die Dermoidzyste ist bereits bei der Geburt vorhanden.
  • Je früher sich die Dermoidzyste manifestiert, desto oberflächlicher ist ihre Lokalisation. 
  • Sie tritt kongenital bis zum mittleren Erwachsenenalter auf.
  • Eine Geschlechtsdisposition ist nicht bekannt.

Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Bei der Dermoidzyste sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Alter des Patienten?
  • weicher subkutaner Tastbefund?
  • Lokalisation der Zyste? CT? MRT?
  • Hat sich der Befund ausgebreitet? Liegt eine Entzündung vor? Verlauf?
  • Frühere Hauterkrankungen? Bekannte Grunderkrankungen? Erkrankungen bei Angehörigen? FAP?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung der Dermoidzyste sind relevant:

  • Anamnese
  • Klinisches Bild
  • Palpation: weicher Tastbefund
  • CT
  • MRT
  • Histopathologie

- Dermoidzysten sind von Epidermis ausgekleidet, die reife Adnexstrukturen enthält, wie Talgdrüsen, ekkrine und apokrine Drüsen


Klinik

Dermoidzyste

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Die Dermoidzyste zeigt folgende klinische Merkmale:

  • Die Dermoidzyste ist bereits bei der Geburt vorhanden.
  • Kleine Zysten können jedoch unbemerkt bleiben, bis sie sich im Säuglings- oder Kleinkindalter entzünden.
  • Lokalisation: Nasenwurzel, Orbitalregion, Warzenfortsatz, Fontanellenbereich, Mundboden, seltener Ovarien, HNO-Bereich, Schädelknochen betroffen
  • Die zystischen Strukturen sind meist 1 bis 2 cm groß, prallelastisch und nicht dolent.

Therapie

Dermoidzyste

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei Dermoidzyste umfassen folgendes:

  • Exzision in toto

Für die Prognose der Dermoidzyste gilt:

  • Dermoidzysten wachsen langsam
  • eine maligne Entartung ist möglich, aber bei Kindern extrem selten 

Komplikationen

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Bei der Dermoidzyste kommen folgende Komplikationen vor:

  • sekundäre Entzündungen sind möglich
  • Ausdehnung von Läsionen z.B. auf dem Kopf bis ins Periost → Erosionen des darunter liegenden Knochens
  • Komplikationen können entstehen, wenn diese Zysten Verbindungen zu den Liquorräumen aufweisen (eitrige Meningitis)
  • Karzinomatöse Umwandlungen des Zysteninhaltes sind beschrieben 

Zusatzhinweise

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Zu der Dermoidzyste liegen derzeit keine weitere Zusatzhinweise vor.


Literaturquellen

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  • Peter Altmeyer (2005), Therapielexikon Dermatologie und Allergologie, Springer Verlag, 2. Auflage
  • Bernard A. Cohen (2007), Pädiatrische Dermatologie: Lehrbuch und Atlas, Elsevier, Urban & Fischer Verlag, 2. Auflage
  • Constantin E. Orfanos, Claus Garbe (2002), Therapie der Hautkrankheiten, Springer Verlag,  2. Auflage
  • Heiko Traupe, Henning Hamm (2006), Pädiatrische Dermatologie, Springer Verlag, 2. Auflage
  • Peter H. Höger (2007), Kinderdermatologie: Differenzialdiagnostik und Therapie bei Kindern und Jugendlichen, Schattauer Verlag, 2. Auflage
  • Johannes Petres, Rainer Rompel (2006), Operative Dermatologie: Lehrbuch und Atlas, Springer Verlag, 2. Auflage
  • (2007) Petres, Rompel - Operative Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Springer
  • (2009) Rassner G - Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2009) Fritsch P - Dermatologie und Venerologie für das Studium - Springer
  • (2007) Altmeyer P - Dermatologische Differenzialdiagnose, Der Weg zur klinischen Diagnose - Springer
  • (2005) Braun-Falco O, Plewig G, Wolff HH, Burgdorf WHC, Landthaler M - Dermatologie und Venerologie - Springer, Heidelberg
  • (2003) Jung E, Moll I - Dermatologie - Thieme, Duale Reihe

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