Dermatofibrom

Synonyme: hartes Fibrom, Fibroma durum, Histiozytom, Dermatofibroma lenticulare

Definition

Dermatofibrom

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Das Dermatofibrom ist eine häufige, gutartige, fibrohistiozytäre Neubildung der Haut, die bevorzugt am Unterschenkel lokalisiert ist.


Ätiologie

Dermatofibrom

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  • Mikrotraumen (z.B. Insektenstiche) spielen eine entscheidende Rolle bei der Manifestation des Dermatofibroms.

Epidemiologie

Dermatofibrom

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  • Das Dermatofibrom ist ein der häufigsten Bindegewebstumoren.
  • Es ist weltweit verbreitet.
  • Das Dermatofibrom tritt bevorzugt bei Frauen auf.

Differentialdiagnosen

Dermatofibrom

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Anamnese

Dermatofibrom

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Bei dem Dermatofibrom sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Wann ist die Hautveränderung erschienen? Insektenstich?
  • Lokalisation der Hautläsion? 
  • Was für Beschwerden? Schmerz? Juckreiz?
  • Frühere Hauterkrankungen? Bekannte Grunderkrankungen? 
  • Erkrankungen bei Angehörigen?
  • Allergien?
  • Medikamenteneinnahme? 


Diagnostik

Dermatofibrom

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Zur diagnostischen Abklärung des Dermatofibroms sind relevant:

  • Anamnese
  • Klinisches Bild
  • Immunhistochemie: sensitivste Dermatofibrommarker → monoklonale Antikörper: Ki-M1p (> 50% der Fälle)
  • Histopathologie: stadienabhängig

- Frühe Phasen: unscharf begrenztes Areal in der Dermis mit dichten, diffus angeordneten Infiltraten aus fibrohistiozytären Zellelementen, durchmischt von extravasalen Erythrozyten; Epidermis: beginnende Hyperplasie, basale Hyperpigmentierung

- Spätere Stadien: Sklerose mit sklerotischem Kollagen (im Zentrum der Hautläsion); Dermis: deutlich verdünnt; fibrozytäre Zellen: vermindert, v.a. im Randbereich; Rückbildung der epidermalen Hyperplasie

  • Man unterscheidet die folgenden histologischen Varianten:

- Granularzelldermatofibrom

- Klarzelldermatofibrom

- Epitheloidzellhistiozytom

- zelluläres Neurothekeom

- Dermatofibrom mit Monsterzellen

- Myofibroblastisches Dermatofibrom

- Sklerosierendes Hämangiom

- atypisches (pseudosarkomatöses) fibröses Histiozytom

-  Hämosiderotisches (eisenspeicherndes) Dermatofibrom

- tief penetrierendes Dermatofibrom

- Hämangioperizytom-ähnliches fibröses Histiozytom

- ossifizierendes Dermatofibrom

- myxoides Dermatofibrom

- zelluläres benignes fibröses Histiozytom


Klinik

Dermatofibrom

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Typisch für das Dermatofibrom sind folgende klinische Merkmale:

  • Lokalistation:

- Extremitätenbereich, bevorzugt Unterschenkel, seltener Rumpf

- selten im Bereich der Mundschleimhaut

  • Klinisches Bild: stadienabhängig

- in frühen Stadien: kleiner, unscharf begrenzter, hautfarbener Knoten von derber Konsistenz

- im weiteren Verlauf: meist dunkelbraune Pigmentierung; Knoten: plattenartig, später leicht eingesenkt

- bei Druck von beiden Seiten: Entstehung einer Eindellung (Dimple-Phänomen)

  • Prognose:

- gutartig

- selten schmerzhaft

- Dermatofibrome persistieren in der Regel lebenslang


Therapie

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  • Bei dem Dermatofibrom ist keine Behandlung erforderlich.
  • Es kann ggf. eine Exzision ohne Sicherheitsabstand erfolgen.

Komplikationen

Dermatofibrom

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Zu den Komplikationen des Dermatofibroms liegt derzeit keine weitere Information vor.


Zusatzhinweise

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Zum Dermatofibrom liegen derzeit keine weitere Zusatzhinweise vor.


Literaturquellen

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  • Peter H. Höger (2007), Kinderdermatologie: Differenzialdiagnostik und Therapie bei Kindern und Jugendlichen, Schattauer Verlag, 2. Auflage
  • Wolfgang Remmele (2008), Pathologie: Kopf-Hals-Region, Weichgewebstumoren, Haut, Band 7,  Springer Verlag, 3. Auflage
  • Peter Altmeyer, Klaus Hoffmann (2005), Basiswissen Dermatologie: Eine vorlesungsbegleitende Darstellung, W3l GmbH Verlag
  • Peter Altmeyer (2005), Therapielexikon Dermatologie und Allergologie, Springer Verlag, 2. Auflage
  • (2007) Petres, Rompel - Operative Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Springer
  • (2009) Rassner G - Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2009) Fritsch P - Dermatologie und Venerologie für das Studium - Springer
  • (2007) Altmeyer P - Dermatologische Differenzialdiagnose, Der Weg zur klinischen Diagnose - Springer
  • (2005) Braun-Falco O, Plewig G, Wolff HH, Burgdorf WHC, Landthaler M - Dermatologie und Venerologie - Springer, Heidelberg
  • (2003) Jung E, Moll I - Dermatologie - Thieme, Duale Reihe

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