Dermatitis solaris

Synonyme: Sonnenbrand, Erythema solaris, UV-Erythem, Dermatitis photoelectrica

Definition

Dermatitis solaris

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Bei der Dermatitis solaris handelt es sich um eine akute Entzündung der Haut mit Rötung, Schwellung, Schmerzen und Juckreiz, gelegentlich Blasenbildung, mit stenger Begrenzung auf die lichtexponierten Areale.


Ätiologie

Dermatitis solaris

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Die Dermatitis solaris stellt eine phototraumatische Reaktion mit zytotoxischem Prozess durch UVB-Fraktion des Lichtes dar.


Epidemiologie

Dermatitis solaris

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  • Die Dermatitis solaris kommt gehäuft im Frühjahr und Sommer vor.
  • Sie tritt sehr oft bei hellhäutigen Menschen (Hauttyp I und II) auf.

Differentialdiagnosen

Dermatitis solaris

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Anamnese

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Bei der Dermatitis solaris sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Wann ist die Hauterkrankung erschienen?
  • UV-Exposition?
  • Was für Beschwerden? Juckreiz? Schmerzen? 
  • Verlauf?
  • Lokalisation der Hauterkrankung? Blasenbilung?
  • Allergien?
  • Medikamenteneinnahme? Selbstmedikation? bisherige Therapie? Mit welchem Erfolg?

Diagnostik

Dermatitis solaris

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Zur diagnostischen Abklärung der Dermatitis solaris sind relevant:

  • Anamnese (Lichtexposition)
  • klinisches Bild
  • Histopathologie:

Erstveränderungen: in der Epidermis

schon nach wenigen Stunden Exposition: dyskeratotisch veränderte und vakuolisierte Keratinozyten (sog. "Sonnenbrandzellen") und evtl. Ödem oder nekrolytische Blasenbilung

In der Dermis folgt eine unspezifische perivaskuläre Entzündung mit einem Maximum nach 24 Stunden.


Klinik

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Typisch für die Dermatitis solaris sind folgende Merkmale:

  • Lokalisation: lichtexponierte Hautareale
  • Symptomatik:

6-8 Stunden nach der Exposition: Rötung, Schwellung

Juckreiz, brennender Schmerz in der Anfangs- und der Kulminationsphase

bei starker Exposition: Ödem- oder Blasenbildung

die Symptome haben ihren Höhepunkt nach 24-36 Stunden und klingen erst nach 1-2 Wochen mit einer posteruptiven Hyperpigmentierung ab.

Bei einem Sonnenbrand im Gesicht ist eine begleitende Konjunktivitis und Keratitis solaris möglich.

bei großflächigem Sonnenbrand: Fieber, Allgemeinsymptomen, Superinfektionen bei Öffnung der Blasen


Therapie

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei Dermatitis solaris umfassen folgendes:

  • strikte UV-Karenz!
  • bei leichtem und kleinflächigem Sonnenbrand: lokale Kortikosteroid (Klasse II) Therapie in Form von Cremes, Gelen, Lotiones
  • bei schwerem oder großflächigem Sonnenbrand: zusätzlich systemische Behandlung mit Prostaglandinhemmern (z. B. 3 x 25-50 mg Diclofenac)

Die Prognose der Dermatitis solaris ist günstig.

Die Abheilung erfolgt nach 1-2 Wochen.


Komplikationen

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Zu den Komplikationen der Dermatitis solaris liegt derzeit keine weitere Information vor.


Zusatzhinweise

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Zu der Dermatitis solaris liegen derzeit keine weitere Zusatzhinweise vor.


Literaturquellen

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  • Ingrid Moll (2005), Duale Reihe, Dermatologie, Thieme Verlag, 6. Auflage
  • Peter Altmeyer, Klaus Hoffmann (2005), Basiswissen Dermatologie: Eine vorlesungsbegleitende Darstellung, W3l GmbH Verlag
  • Alexander Meves (2006), Intensivkurs Dermatologie, Elsevier, Urban & Fischer Verlag

  • (2007) Petres, Rompel - Operative Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Springer
  • (2009) Rassner G - Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2009) Fritsch P - Dermatologie und Venerologie für das Studium - Springer
  • (2007) Altmeyer P - Dermatologische Differenzialdiagnose, Der Weg zur klinischen Diagnose - Springer
  • (2005) Braun-Falco O, Plewig G, Wolff HH, Burgdorf WHC, Landthaler M - Dermatologie und Venerologie - Springer, Heidelberg
  • (2003) Jung E, Moll I - Dermatologie - Thieme, Duale Reihe

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