Claudicatio spinalis

Synonyme: Claudicatio spinalis, Syndrom des engen Spinalkanals, Spinale Durchblutungsstörung

Definition

Claudicatio spinalis

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Die Claudicatio spinalis ist eine mechanisch bedingte, belastungsabhängige Durchblutungsstörung der Cauda equina, bei der eine periphere Schwäche der Beine im Vordergrund steht.


Ätiologie

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Die Ursachen der Claudicatio spinalis sind:

  • Druck auf die Nerven, die die Beinmuskulatur innervieren
  • z.B. durch einen Bandscheibenvorfall, oder die arterielle Verschlusskrankheit

Epidemiologie

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Genaue epidemiologische Daten zur Claudicatio spinalis sind zur Zeit nicht verfügbar.

  • betrifft vor allem männliche Patienten in der 2. Lebenshälfte

Differentialdiagnosen

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Keine Differentialdiagnosen bekannt


Anamnese

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Bei der Claudicatio spinalis sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Einschlafen, Kribbeln, Brennen in den Beinen?
  • Symptome verschwinden wenn der Patient sich hinsetzt oder legt?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung der Claudicatio spinalis sind relevant:

  • durch spinales CT oder MRT
  • kraniokaudaler Ausdehnung der Stenose ist gut zu beurteilen
  • skoliotisch veränderte Wirbelsäulenabschnitte können besser dargestellt werden

Klinik

Claudicatio spinalis

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Die Claudicatio spinalis kann eine oder mehrere der folgenden Symptome zeigen:

  • nach langem Stehen, beim Gehen oder Joggen setzen Parästhesien und Krämpfe ein, die sich von den Füßen nach proximal ausbreiten
  • legt oder setzt sich der Patrient hin, folgt eine Schwäche, die sich von den Füßen über die Unterschenkel bis zu den Knien ausbreitet
  • Hinsetzen oder Legen mit Verminderung der Lendenlordose lässt die Symptome verschwinden
  • maximale Verspannung der Unterschenkelmuskulatur kann auftreten, speziell in der Tibialis- anterior- Loge
  • im Intervall ist der neurologische Befund normal, oder man findet nur geringe Zeichen eines leichten Kaudasyndroms

Therapie

Claudicatio spinalis

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei der Claudicatio spinalis umfassen folgendes:

  • Schmerzreduktion im Vordergrund
  • orale Therapie nicht steroidale, sauer Antiphlogistka ( NSAID)
  • Naproxen: 200-500mg p.O max 750 mg/d
  • Diclofenac: 2 x 75 mg p.O, 1 x 100 mg rect.

Komplikationen

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Bei der Claudicatio spinalis kommen folgende Komplikationen vor:

  • Schmerzen bei körperlicher Anstrengung durch den engen Spinalkanal
  • Einschränkung der Mobilität

Zusatzhinweise

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  • man nimmt eine Ischämie der Kaudawurzel an, die durch lumbale Bandscheibenprotrusionen, Spondylolisthesies oder abnorme Enge des lumbalen Spinalkanals begünstigt wird

Literaturquellen

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  • Poeck,Hacke,Springer Verlag, 12. Auflage, Neurologie
  • (2007) Berlit P - Basiswissen Neurologie - Springer
  • (2007) Masuhr K.F.,Neumann M - Neurologie,6. Aufl. - Thieme Verlag, Duale Reihe
  • (2007) Buchner H - Neurologische Leitsymptome und diagnostische Entscheidungen - Thieme
  • (2007) Bitsch A - Neurologie "to go" - Wissenschaftliche Verlagsges
  • (2006) Poeck, Hacke, - Neurologie - Springer, Berlin
  • (2006) Mumenthaler M, Mattle H, - Kurzlehrbuch Neurologie - Thieme Verlag

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