Bipolare affektive Störungen bei Schwangeren

Synonyme: manisch-depressive Erkrankung bei Schwangeren

Definition

Bipolare affektive Störungen bei Schwangeren

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Die bipolare affektive Störung ist eine Form der affektiven Psychose, bei welcher es im Wechsel zu depressiven und zu manischen Episoden kommt.


Ätiologie

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Die Ursache für eine bipolare affektive Störung ist meist unbekannt. Familiäre Häufungen treten auf.

Epidemiologie

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Folgende epidemiologische Daten zur bipolaren affektiven Störung liegen vor:
  • Die bipolare affektive Störung hat eine Inzidenz von 0,5-1,5%.
  • Erkrankungsbeginn meist 20.-40. Lebensjahr.

Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Wichtige Hinweise auf eine bipolare affektive Störung sind:
  • Genaue Medikamentenanamnese
  • Seit wann besteht die Erkrankung?
  • Symptomatik erst während Schwangerschaft aufgetreten?

Diagnostik

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Zur Diagnostik der bipolaren affektiven Störung sind relevant:
  • Klinische Untersuchung
  • Psychiatrisches Konsil
  • Ausschluss oragnischer Erkrankungen

Klinik

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Die bipolare affektive Störung kann eins oder mehrere der folgenden Symptome zeigen:
  • Im Wechsel auftretende manische und depressive Episoden
  • Episoden treten ohne erkennbare Ursache auf
  • Episoden können durch psychische Traumen ausgelöst werden
  • Symptomatik kann Wochen bis Monate anhalten
  • Zwischen Episoden kommt es zu kompletter Remission

Therapie

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Die Therapie der bipolaren affektiven Störung umfasst:
  • Enge Zusammenarbeit mit Psychiater
  • Mutter-Kind-Beziehung beobachten
  • Neuroleptika nur nach strenger Indikation in der Schwangerschaft
  • Antidepressiva
  • Prophylaktisch Lithium (cave: in den ersten 4 Schwangerschaftsmonaten, sub partu und in der Stillzeit kontraindiziert)
  • Psychotherapie begleitend
  • Amitriptylin ist Mittel der Wahl in der Schwangerschaft

Komplikationen

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Komplikationen einer bipolaren affektiven Störung sind:
  • Verschlimmerung der Symptomatik mit Erkrankungsdauer
  • Höhere Frequenz der Episoden mit Erkrankungsdauer
  • Verschlimmerung im Wochenbett
  • Fetale Fehlbidungen durch Medikation
  • Suizid

Zusatzhinweise

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Zur Zeit gibt es keine Zusatzhinweise zur bipolaren affektiven Störung.


Literaturquellen

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  9. (2006) Diedrich K - Gynäkologie und Geburtshilfe - Springer, Berlin
  10. (2005) Kirschbaum, Münstedt - Checkliste Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme Verlag

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