Basiläre Impression oder Invagination

Synonyme: Basiläre Impression, Basiläre Invagination, Fehlbildung des kraniozervikalen Übergangs

Definition

Basiläre Impression oder Invagination

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Die basiläre Impression oder Invagination ist eine trichterförmige Einstülpung der Umgebung des Foramen occipitale magnum, hauptsächlich der Kondylen des Hinterhauptbeins, in die hintere Schädelgrube.


Ätiologie

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Ursachen der basilären Impression oder Invagination sind:

  • beruht meist auf einer Entwicklungsstörung
  • kann aber auch sekundär als Folge von Krankheiten entstehen, die den Knochen erweichen, vor allem Rachitis, Chondrodystropenie, Ostitis derformans Paget, Osteoporose

Epidemiologie

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Genaue epidemiologische Daten zur basilären Impression oder Invagination liegen der Zeit nicht vor.

  • Männer sind häufiger betroffen als Frauen

Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Bei der basilären Impression oder Invagination sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Schulterhochstand?
  • kurzer Hals?
  • eingeschränkte Beweglichkeit des Kopfes für Seitwärtsneigung und Drehung?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung der basilären Impression oder Invagination sind relevant:

  • Röntgenaufnahme des Schädels
  • CT und MRT

Klinik

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Die basiläre Impression oder Invagination kann eine oder mehrere der folgenden Symptome zeigen:

  • bei einseitiger basiliärer Impression: Schulterhochstand
  • Beweglichkeit des Kopfes eingeschränkt ( Drehung, Seitwärtsneigung)
  • Behinderung der Liquorpassage durch den zu hoch liegenden Clivus ( Hydrocephalus occlusus)
  • Adhäsion der Meningen
  • Degenerationsprozesse am Bandapparat des okzipitozervikalen Übergangs
  • Frühsymptom: hartnäckige, anfallsweise Kopfschmerzen, die im Nacken und Hinterkopf, aber auch in der Stirn lokalisiert sind
  • bei Drehung des Kopfes können Schwindel, Schweißausbruch, Erbrechen, Tachykardie und Dyspnoe auftreten
  • bei chronischer Entwicklung stellen sich Gefühlsstörungen an den Händen und Armen und Strangsymptome des Rückenmarks ein
  • wird die Medulla oblongata geschädigt, bekommen die Patienten Nystagmus, zerebelläre Ataxie und periphere Lähmungen der kaudalen Hirnnerven
  • oft besteht ein Horner Syndrom

Therapie

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Die therapeutischen Möglichkeiten der basilären Impression oder Invagination umfassen folgendes:

  • Operation
  • Erweiterung des Foramen occipitale magnum durch Resektion eines Teiles der Squama occipitalis

Komplikationen

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Komplikationen der basilären Impression oder Invagination sind:

  • mechanische Kompression des Rückenmarks durch den emporgehobenen Dens axis
  • Durchblutungsstörungen in den Aa. vertebrales

Zusatzhinweise

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  • man muss damit rechnen, das die basiläre Impression mit anderen Fehlbildungen der okzipitozervikalen Übergangsregion und mit der Syringomyelie kombiniert ist

Literaturquellen

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  • Poeck,Hacke,Neurologie, Springer Verlag
  • (2007) Berlit P - Basiswissen Neurologie - Springer
  • (2007) Masuhr K.F.,Neumann M - Neurologie,6. Aufl. - Thieme Verlag, Duale Reihe
  • (2007) Buchner H - Neurologische Leitsymptome und diagnostische Entscheidungen - Thieme
  • (2007) Bitsch A - Neurologie "to go" - Wissenschaftliche Verlagsges
  • (2006) Poeck, Hacke, - Neurologie - Springer, Berlin
  • (2006) Mumenthaler M, Mattle H, - Kurzlehrbuch Neurologie - Thieme Verlag

Assoziierte Krankheitsbilder zu Basiläre Impression oder Invagination

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