Autoimmunthrombozytopenische Purpura

Synonyme: Werlhof-Krankheit, Idiopathische thrombozytopenische Purpura, Idiopathische thrombopenische Purpura, ITP, essentielle Thrombozytopenie

Definition

Autoimmunthrombozytopenische Purpura

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Die Autoimmunthrombozytopenische Purpura ist die chronische Werlhof-Krankheit. Sie ist eine Autoimmunerkrankung ohne erkennbare Ursache.


Ätiologie

Autoimmunthrombozytopenische Purpura

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Ursächlich für die Autoimmunthrombozytopenische Purpura ist:
  • antithrombozytäre Autoantikörper führen zu verkürzter Lebensdauer der Thrombozyten

Epidemiologie

Autoimmunthrombozytopenische Purpura

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Frauen sind häufiger von der Autoimmunthrombozytopenische Purpura betroffen.

Differentialdiagnosen

Autoimmunthrombozytopenische Purpura

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Anamnese

Autoimmunthrombozytopenische Purpura

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Folgende Informationen sind bei der Autoimmunthrombozytopenische Purpura von Interesse:
  • Bekannte Erkrankungen?
  • Seit wann Symptome?
  • Schmerzen über Leber?

Diagnostik

Autoimmunthrombozytopenische Purpura

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Die Diagnostik der Autoimmunthrombozytopenische Purpura umfasst:
  • Labor: Thrombozytenzahl
  • Knochenmarkspunktion: gesteigerte Megakaryozytopoese

Klinik

Autoimmunthrombozytopenische Purpura

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Klinisch stellt sich die Autoimmunthrombozytopenische Purpura dar durch:
  • schubweisen Verlauf über Monate bis Jahre
  • Thrombopenie durch verkürzte Thrombozytenlebensdauer
  • Blutungsneigung: Petechien, Hämaturie, gastrointestinale Blutungen
  • Evtl. geringe Splenomegalie

Therapie

Autoimmunthrombozytopenische Purpura

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Die Therapie der Autoimmunthrombozytopenischen Purpura besteht aus:

Ohne Blutungen und Thrombozyten >50.000/mikrol:

  • abwartendes Verhalten

Bei Blutungen oder Thrombozyten < 10.000/mikrol:

  • Prednisolon 20-100mg/d p.o.
  • ohne Erfolg, dann Immunglobulin G 0,4g/kg KG über 5 Tage
  • Evtl. Schwangerschaftsbeendigung CAVE: Für Sectio Thrombozytenzahl von >20.000/mikrol erwünscht

Komplikationen

Autoimmunthrombozytopenische Purpura

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Eine Komplikation der Autoimmunthrombozytopenischen Purpura ist die intrakranielle Blutung

Zusatzhinweise

Autoimmunthrombozytopenische Purpura

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Ein wichtiger der Zusatzhinweise der Autoimmunthrombozytpenischen Purpura ist:
  • Antithrombozytäre Antikörper werden auf den Fetus übertragen und können zu zerebralen Hämorrhagien führen! Daher Thrombozytenzahl beim Neugeborenen über 1 Woche kontrollieren.

Literaturquellen

Autoimmunthrombozytopenische Purpura

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  • Haag, Hanhart, Müller (2007/08)- Gynäkologie und Urologie- Medizinische Verlags- und Informationsdienste, Breisach
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  • (2006) Kiechle M - Gynäkologie und Geburtshilfe - Urban & Fischer Verlag
  • (2006) Diedrich K - Gynäkologie und Geburtshilfe - Springer, Berlin
  • (2005) Kirschbaum, Münstedt - Checkliste Gynäkologie und Geburtshilfe - Thieme Verlag

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