Autoimmunhämolytische Anämie durch inkomplette Wärmeantikörper vom Typ IgG

Definition

Autoimmunhämolytische Anämie durch inkomplette Wärmeantikörper vom Typ IgG

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  • Autoimmunkrankheit
  • Anämie durch Autoimmunantikörper
  • Wärmeautoantikörper vom Typ IgG binden bei Körpertemperatur an Erythrocyten, ohne eine Hämolyse auszulösen
  • Antikörper beladene Erythrocyten werden durch Phagocytose in Milz + Leber zerstört
  • In schweren Fällen verkürzte Erythrocyten - Überlebenszeit auf wenige Tage
  • Anämie wird manifest, wenn die Erythropoese die Hämolyse nicht mehr kompensieren kann

Ätiologie

Autoimmunhämolytische Anämie durch inkomplette Wärmeantikörper vom Typ IgG

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Die Ursachen der autoimmunhämolytischen Anämie durch inkomplette Wärmeantikörper vom Typ Ig G sind:

  1. idiopathisch (45%)
  2. sekundär (55%)
  • Non Hodgkin Lymphome, CLL, M. Hodgkin
  • systemischer Lupus erythematodes + Kollagenosen
  • Virusinfektionen
  • medikamentös induziert (Antibiotika, Chinidin, Penicillin, NSAR, alpha Methyldopa)

Epidemiologie

Autoimmunhämolytische Anämie durch inkomplette Wärmeantikörper vom Typ IgG

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  • 70% aller Patienten mit autoimmunhämolytischer Anämien haben Wärmeautoantikörper

Differentialdiagnosen

Autoimmunhämolytische Anämie durch inkomplette Wärmeantikörper vom Typ IgG

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Anamnese

Autoimmunhämolytische Anämie durch inkomplette Wärmeantikörper vom Typ IgG

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Bei der autoimmunhämolytischen Anämie durch inkomplette Wärmeantikörper vom Typ Ig G sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Symptome?
  • Vorerkrankungen?
  • Medikamente?
  • Infektion?

Diagnostik

Autoimmunhämolytische Anämie durch inkomplette Wärmeantikörper vom Typ IgG

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Zur diagnostischen Abklärung der autoimmunhämolytischen Anämie durch inkomplette Wärmeantikörper vom Typ Ig G sind relevant:

  • körperliche Untersuchung
  • Blut
  • direkter Coombs Test positiv
  • Zeichen hämolytischer Anämie

Klinik

Autoimmunhämolytische Anämie durch inkomplette Wärmeantikörper vom Typ IgG

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Die autoimmunhämolytische Anämie durch inkomplette Wärmeantikörper vom Typ Ig G kann eine oder mehrere der folgenden Symptome zeigen:

  • hämolytische Anämie: Blässe; Leistungsschwäche; Müdigkeit; Tachycardie; Ikterus
  • Bilirubin erhöht
  • ggf hämolytische Krisen (Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen, Erbrechen, Übelkeit)
  • stark beschleunigte BSG
  • Schwierigkeiten bei Bestimmung der Blutgruppe + Kreuzprobe

Therapie

Autoimmunhämolytische Anämie durch inkomplette Wärmeantikörper vom Typ IgG

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei autoimmunhämolytischer Anämie durch inkomplette Wärmeantikörper vom Typ Ig G umfassen:

  • Ursache beseitigen/behandeln
  • Folsäure
  • Kortikosteroide
  • ggf Immunglobuline in hämolytischer Krise
  • Splenektomie bei chron. Verlauf
  • Immunsuppressiva

Komplikationen

Autoimmunhämolytische Anämie durch inkomplette Wärmeantikörper vom Typ IgG

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Bei der autoimmunhämolytischen Anämie durch inkomplette Wärmeantikörper vom Typ Ig G kommen folgende Komplikationen vor:


Zusatzhinweise

Autoimmunhämolytische Anämie durch inkomplette Wärmeantikörper vom Typ IgG

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Zur autoimmunhämolytischen Anämie durch inkomplette Wärmeantikörper vom Typ Ig G liegen derzeit keine weitere Zusatzhinweise vor.


Literaturquellen

Autoimmunhämolytische Anämie durch inkomplette Wärmeantikörper vom Typ IgG

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  • Gerd Herold und Mitarbeiter - Innere Medizin
  • Roche - Lexikon Medizin - Urban & Fischer
  • C. Müller, C. Löll, H. Bechtold - Basisleitfaden - Urban & Fischer
  • (2006) Weylandt K, Klinggräff P - DD Innere Kurzlehrbuch der Inneren Medizin und differentialdiagnostisches Kompendium - Lehmanns Media
  • (2009) Thieme Verlag - Innere Medizin - Duale Reihe - Thieme
  • (2009) Herold G - Innere Medizin 2010 - Herold, Köln
  • (2008) Renz-Polster H, Krautzig S - Basislehrbuch Innere Medizin - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2007) Piper W - Innere Medizin - Springer

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