Askariasis

Synonyme: Spulwurmbefall, Askardiasis, Askardiose

Definition

Askariasis

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Die Askariasis stellt eine Infektionskrankheit dar, die durch Ascaris lumbricoides ausgelöst wird.


Ätiologie

Askariasis

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  • Der Erreger, Ascaris lumbricoides, gehört zu den Spulwürmern. Die cremefarbenen, spaghetti-artigen Erreger erreichen eine Länge von 10 bis 30 cm (Männchen) bzw. 0,5-50 cm (Weibchen). Bei ausgeprägtem Befall finden sich bis zu 200 adulte Würmer im Darm, wobei dann die Gefahr eines Ileus (Darmverschluss) besteht. Die Schwere der Krankheitssymptome ist in den meisten Fällen von der Zahl der heranwachsenden Würmer abhängig.
  • Die Askariasis betrifft besonders oft Kinder.
  • Die Infektion erfolgt fäkal-oral.
  • Nach Aufnahme der Wurmeier,die sich an Obst und anderen planzlichen Nahrungsmitteln haften, gelangen diese in den Dünndarm. Dort schlüpfen die Larven.
  • Zyklus: Larven durchwandern Wand des Dünndarms, über venösen Blutstrom vorbei an der Leber in die Lunge. Von der Lunge über die Trachea zum Pharynx, dann werden sie erneut geschluckt und kehren in den Dünndarm zurück und beenden dort die Reifung zum adulten Wurm

Epidemiologie

Askariasis

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  • Weltweit stellt die Askariasis die häufigste intestinale Wurminfektion des Menschen dar.
  • Sie tritt am häufigsten in Ländern mit unterentwickelten sanitären Einrichtungen auf. 

Differentialdiagnosen

Askariasis

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Anamnese

Askariasis

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Bei der Askariasis sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Seit wann? 
  • Blutigen Auswurf?
  • Atemprobleme?
  • Nahrung?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung der Askariasis sind relevant:

  • Nachweis von Wurmeiern im Stuhl
  • Bluteosinophilie
  • IgE-Erhöhung

Klinik

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  • Bei gerigem Befall ist die Askariasis oft symptomslos.
  • Ein starker Befall manifestiert sich durch immunologische Reaktionen wie, Urtikaria, Bluteosinophilie, Lungeninfiltraten, Tenesmen und Diarrhöen.

Therapie

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei Askariasis umfassen folgendes:

  • Mebendazol, 2 x 100 mg für 3 Tage
  • oder Albendazol
  • Alternativ Pyrantentelembonat

Komplikationen

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Bei der Askariasis kommen folgende Komplikationen vor:

  • Volvulus
  • Invagination
  • Einwanderung in die Gallenwege

Zusatzhinweise

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Zu der Askariasis liegen derzeit keine weitere Zusatzhinweise vor.


Literaturquellen

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  1. Braun-Falco O, Plewig G, Wolff HH, Burgdorf WHC, Landthaler M (2005) – Dermatologie und Venerologie – Springer, Heidelberg
  2. Ruß A - Arzneimittel-Pocket 2008 - Börm Bruckmeier, Grünwald
  3. Sterry W, Paus R (2005) - Checkliste Dermatologie - Georg Thieme Verlag, Stuttgart
  • (2007) Petres, Rompel - Operative Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Springer
  • (2009) Rassner G - Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2009) Fritsch P - Dermatologie und Venerologie für das Studium - Springer
  • (2007) Altmeyer P - Dermatologische Differenzialdiagnose, Der Weg zur klinischen Diagnose - Springer
  • (2005) Braun-Falco O, Plewig G, Wolff HH, Burgdorf WHC, Landthaler M - Dermatologie und Venerologie - Springer, Heidelberg
  • (2003) Jung E, Moll I - Dermatologie - Thieme, Duale Reihe

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