Arsenkeratose

Synonyme: Arsenwarzen

Definition

Arsenkeratose

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Bei der Arsenkeratose handelt es sich um multiple, präkanzeröse Verhornungsstörungen der Haut.


Ätiologie

Arsenkeratose

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  • Die Ursache der Arsenkeratose ist die chronische Arsenexposition durch:
  1. Stäube (As2O3)
  2. Zinkherstellung
  3. Pestizide & Herbizide
  4. Halbleitertechnik
  5. Dioden (LED)
  6. Laser
  7. Erzverarbeitung
  8. Einnahme obsoleter Arsenpräparate (Tuberkulostatika, Antipsoriatika)

Epidemiologie

Arsenkeratose

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  • Die Arsenkeratose kommt nur bei Kontaminationen von Lebensmitteln & Trinkwasser oder in Berufssparten mit Exposition vor.

Differentialdiagnosen

Arsenkeratose

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Anamnese

Arsenkeratose

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Bei der Arsenkeratose sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Beruf? (Färben,Beizen,Weinernte früher mit Arsenexposition!!)
  • Stoffwechselerkrankung?

Diagnostik

Arsenkeratose

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Zur diagnostischen Abklärung der Arsenkeratose sind relevant:

  1. Arsen im Blut und im Urin
  2. Meesstreifen

Klinik

Arsenkeratose

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Die Arsenkeratose kann ein oder mehrere der folgenden Symptome zeigen:

  • Bräunlich-hautfarbene flache oder warzige Läsionen an Handflächen und Fußsohlen
  • Melanose am Rumpf 
  • Distal symmetrische Polyneuropathie
  • Tiefensensibilität ↓↓↓
  • Magenschmerzen
  • Diarrhö
  • Reizung der Atemwege
  • Nausea & Emesis
  • Hämaturie
  • Ikterus

Therapie

Arsenkeratose

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei Arsenkeratose umfassen folgendes:

  • Exzision / Kürettage
  • Allgemein bei Arsenintoxikation:
  1. DMPS
  2. Volumen-/Elektrolytersatz
  3. Aktivkohle (wenige h nach Exposition)

Komplikationen

Arsenkeratose

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Bei der Arsenkeratose kommen folgende Komplikationen vor:

  • Malignome:
  1. Haut
  2. Gastrointestinaltrakt
  3. Respirationstrakt
  4. Urogenitaltrakt
  •  Basaliome 
  • Arsenexpostion allgemein:
  1. Nasenseptum-Perforation (bei Inhalation)
  2. Atherosklerose
  3. Aortenaneurysma
  4. Raynaud-Syndrom
  5. Endarteriitis obliterans
  6. Gangrän
  7. Proteinurie
  8. Hämolyse
  9. Halluzinationen
  10. Koma
  11. Tod

Zusatzhinweise

Arsenkeratose

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  • Bei der Arsenkeratose kann es sich um eine obligate Präkanzerose (->Plattenepithelkarzinom) handeln. 
  • Die Latenz verkürzt sich proportional zur zugeführten Menge.

Literaturquellen

Arsenkeratose

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  1. Fritsch P (2004) – Dermatologie Venerologie – Springer, Heidelberg
  2. Reuter P (2004) – Springer Lexikon Medizin – Springer, Heidelberg
  3. Masuhr KF, Neumann M (2007) – Duale Reihe Neurologie – Thieme, Stuttgart
  4. Marquardt H, Schäfer S (2004) – Lehrbuch der Toxikologie – Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart
  5. Kaim W, Schwederski B (2004) – Bioanorganische Chemie – Teubner / GWV, Wiesbaden
  6. Aktories K, Förstermann U, Hofmann FB, Starke K (2009) – Allgemeine und Spezielle Pharmakologie und Toxikologie – Elsevier, München
  7. Quadbeck-Seeger HJ (2007) – Die Welt der Elemente Die Elemente der Welt – WILEY-VCH, Weinheim
  • (2007) Petres, Rompel - Operative Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Springer
  • (2009) Rassner G - Dermatologie, Lehrbuch und Atlas - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2009) Fritsch P - Dermatologie und Venerologie für das Studium - Springer
  • (2007) Altmeyer P - Dermatologische Differenzialdiagnose, Der Weg zur klinischen Diagnose - Springer
  • (2005) Braun-Falco O, Plewig G, Wolff HH, Burgdorf WHC, Landthaler M - Dermatologie und Venerologie - Springer, Heidelberg
  • (2003) Jung E, Moll I - Dermatologie - Thieme, Duale Reihe

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