Anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung

Synonyme: anakastische Persönlichkeitsstörung, zwanghafte Persönlichkeitsstörung

Definition

Anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung

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  • Die anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung ist u.a. gekennzeichnet durch übermäßiges Streben nach Vollkommenheit.

Ätiologie

Anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung

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Die Ursachen der anankastischen (zwanghaften) Persönlichkeitsstörung sind:

  • Störung in analer Phase
  • Lerntheorie: Verhalten - gelernt
  • neurobiologisch
  • genetisch

Epidemiologie

Anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung

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Zur Epidemiologie der anankastischen (zwanghaften) Persönlichkeitsstörung liegen folgende Angaben vor:

  • Persönlichkeitsstörungen - Prävalenz: 6-23% (international)
  • gehört zu den selteneren Formen
  • Männer > Frauen

Differentialdiagnosen

Anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung

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Anamnese

Anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung

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Bei der anankastischen (zwanghaften) Persönlichkeitsstörung sind folgende Informationen von Bedeutung:

  • Perfektionsdrang?
  • Leistungen für den Betroffenen nie zufriedenstellend?
  • Leistung bedeutender als Beziehungen zu anderen Menschen?
  • Entscheidungen: hinausgezögert?
  • Angst, Fehler zu machen?
  • Sensibel in Bezug auf Kritik?
  • Depressiv?

Diagnostik

Anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung

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Zur diagnostischen Abklärung der anankastischen (zwanghaften) Persönlichkeitsstörung sind relevant:

  • Symptome: keine Folge einer anderen Erkrankung
  • typisches Verhalten: inadäquat und andauernd
  • Leistungsfähigkeit z.B. im Beruf: eingeschränkt
  • Fremdanamnese
  • wichtig: Kultur
  • psychologische Tests, z.B. FPI, MMPI
  • zusätzlich z.B. projektive Tests wie der TAT
  • kombinierte Persönlichkeitsstörungen möglich

Klinik

Anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung

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Die anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung kann folgende Symptome zeigen:

  • Perfektionsdrang
  • Leistungen für den Betroffenen nie zufriedenstellend
  • Leistung bedeutender als Beziehungen zu anderen Menschen
  • Entscheidungen: hinausgezögert
  • Angst, Fehler zu machen
  • sensibel in Bezug auf Kritik
  • oft: depressiv

Therapie

Anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung

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Die therapeutischen Möglichkeiten bei der anankastischen (zwanghaften) Persönlichkeitsstörung umfassen Folgendes:

  • Psychotherapie
  • sozialtherapeutische Maßnahmen
  • Verhaltenstherapie
  • Tiefenpsychologie
  • medikamentöse Therapie: unterstützend
  • bei Bestehen zusätzlicher Störungen z.B. Antidepressiva (Angststörung, depressive Störung)
  • z.B. Citalopram (bei Depression): oral 1x20 mg, tägliche Maximaldosis: 60 mg [2]

Komplikationen

Anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung

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Bei der anankastischen (zwanghaften) Persönlichkeitsstörung kommen folgende Komplikationen vor:

  • Leistungseinschränkungen z.B. im Berufs- und Privatleben
  • Großteil der Persönlichkeitsstörungen: erhöhte Suizidgefahr

Zusatzhinweise

Anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung

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Zu der anankastischen (zwanghaften) Persönlichkeitsstörung liegen folgende Zusatzhinweise vor:

  • Starre in Bezug auf Taten und Gedanken
  • zusätzlich: oft Zwänge
  • zusätzliche andere Störungen möglich

Literaturquellen

Anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung

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  1. Möller HJ, Laux G, Deister A (2009) - Duale Reihe Psychiatrie und Psychotherapie - Thieme Verlag, Stuttgart (Seite 355-375)
  2. Ruß A (2008) - Arzneimittel pocket - Börm Bruckmeier Verlag, Grünwald (Seite 242)
  3. Tölle R, Windgassen K (2009) - Psychiatrie - Springer Medizin Verlag, Heidelberg (Seite 117)
  4. Kasper S, Volz HP (2003) - Psychiatrie compact - Georg Thieme Verlag, Stuttgart (Seite 214 ff)
  • (2009) Klußmann R, Nickel M - Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Springer Verlag, Wien
  • (2009) Mentzos S - Lehrbuch der Psychodynamik - Verlag Vandenhoeck & Ruprecht/BRO
  • (2009) Janssen P, Joraschky P, Tress W - Leitfaden Psychosomatische Medizin und Psychotherap - Deutscher Ärzte Verlag
  • (2008) Rentrop M, Müller R, Bäuml J - Klinikleitfaden Psychiatrie und Psychotherapie - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2007) Rudolf - Psychotherapeutische Medizin und Psychosomatik - Thieme
  • (2007) Arolt V, Reimer C, Dilling H - Basiswissen Psychiatrie und Psychotherapie - Springer
  • (2006) Fritzsche K, Wirsching M - Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Springer

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