Achillessehnenruptur

Synonyme: Achillessehnenriß

Definition

Achillessehnenruptur

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Die Achillessehnenruptur beschreibt einen Riss der Achillesehne ohne Verletzung der deckenden Haut. Prädisponiert sind vorwiegend sportlich aktive Männer ab der 3. Dekade. Die Achillessehnenruptur tritt spontan und ohne Vorankündigung auf. Die Basis bilden oft Überbelastungen mit Mikrotraumatisierung. Bei der Medikation mit Antibiotika aus der Gruppe der Gyrasehemmer nimmt die Festigkeit der Achillessehne stark ab.


Ätiologie

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Die Ursachen für eine Achillessehnenruptur sind:

  • indirekt: extreme Anspannung des M. triceps surae (z.B. kräftiges Abstoßen beim Sport )
  • direkt: Schnittverletzung, Stoß
  • degenerativ: bei langer Gabe von Glukokortikoiden, Immunsuppressiva, Hyperurikämie

Epidemiologie

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Die Achillessehnenruptur kommt häufiger bei Männern vor.

Die Inzidenz liegt bei:

  • 20 pro 100.000 pro Jahr

Differentialdiagnosen

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Anamnese

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Folgende Informationen bei Verdacht einer Achillessehnenruptur sollten erfragt werden:

  • Hergang der Verletzung
  • plötzlicher heftiger Schmerz
  • "Schnalzen"
  • bei keinem direktem Trauma, Ausschluss einer Reizung, Überlastung (Achillodynie):
    - neue Schuhe?
    - viel Sport?
    - dauerhafte Schmerzen?

Diagnostik

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Zur diagnostischen Abklärung einer Achillessehnenruptur sind wichtig:

  • klinische Untersuchung:
    - Delle, Lücke tastbar, evtl. auch sichtbar
    - ipsilateral kein Zehenspitzenstand
    - Thompson-Test: keine Plantarflexion trotz Kneifen in Wade in Bauchlage
  • Röntgen: Ausschluss knöcherner Verletzung
  • Sonographie

Klinik

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Die Symptomatik bei Achillessehnenruptur sind:


Therapie

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Die Therapie der Achillessehnenruptur umfasst:

1. konservativ:

  • Immobilisation durch Gips in Spitzfußstellung (Sono-Kontrolle!)
  • Spezialschuh (an der Ferse erhöht) für 8 Wo.
  • KG

2. operativ:

  • v.a. bei Sportlern
  • Durchflechtungsnaht
  • "Entenschnabelfraktur": Zugschraube + Cerclage
  • Gips 3-4 Wo. + Gehgips 3 Wo.

Komplikationen

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Folgende Komplikationen einer Achillessehnenruptur sind möglich:

  • Rezidiv
  • Thrombose
  • Verkalkung der Sehne

Zusatzhinweise

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Bei der Achillessehnenruptur gibt es folgende Zusatzinformationen:

  • evtl. zusätzlicher Abriss eines Teils des Calcaneus ("Entenschnabelfraktur")

Literaturquellen

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  • Ficklscherer A. (2008) - Orthopädie und Traumatologie - Urban & Fischer, Elsevier GmbH München
  • Henne-Bruns, Doris; Düring, Michael; Kremer, Bernd (2007) - Chirurgie, Duale Reihe - Thieme
  • Müller M. (2008/08) - Chirurgie für Studium und Praxis - Medizinische Verlags- und Informationsdienste, Breisach
  • (2009) Niethard F, Pfeil J - Orthopädie und Unfallchirurgie - Thieme
  • (2010) Wülker Nikolaus - Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie - Thieme
  • (2005) Rössler H, Rüther Wolfgang - Orthopädie und Unfallchirurgie - Urban & Fischer, Elsevier
  • (1998) Krämer J, Grifka J, Hedtmann A, Krämer R - Orthopädie - Springer
  • (1996) Zippel H - Orthopädie systematisch - Uni Med. Verlag AG
  • (1989) Weber U., Zilch H - Orthopädie mit Repetitorium - Gruyter

Assoziierte Krankheitsbilder zu Achillessehnenruptur

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