Achalasie

Synonyme: Ösophagusspasmus, Kardiaspasmus, Cardiaspasmus

Definition

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Die Achalasie wird definiert durch:

  • Degeneration der inhibitorischen Neurone des Plexus myentericus (Auerbach) im unteren Ösophagus.
  • Dadurch fehlende Erschlaffung des unteren Ösophagussphinkters (UÖS) beim Schluckreflex
  • Außerdem erhöhter Ruhetonus des UÖS 

Ätiologie

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Die Ätiologie der Achalasie ist:

  • primär: unbekannt, evtl. Varizella-Zoster-Virus-assoziiert
  • sekundär: paraneoplastisch z. B. bei Bronchial-Ca; Kardiakarzinom; Chagas-Krankheit in den Tropen (Befall des Ösophagus mit Trypanosoma cruzi)

Epidemiologie

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Die Achalasie hat eine

  • Inzidenz 1/100'000 pro Jahr
  • Manifestation häufig im mittleren Erwachsenenalter

Differentialdiagnosen

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Anamnese

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In der Anamnese der Achalasie wird gefragt nach

  1. Dysphagie?
  2. Regurgitationen?
  3. retrosternaler Druck / Schmerz?
  4. wird Schluckvorgang erleichtert durch Strecken des Halses oder Durchstrecken des Rückens?

Diagnostik

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Zur weiteren Diagnostik der Achalasie lassen sich

  1. Röntgen-Breischluck (Ösophagus als "Sektglas")
  2. Endoskopie mit  Biopsieentnahme (Malignom-Ausschluss)
  3. Goldstandard: Manometrie

nutzen.


Klinik

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Die Klinik der Achalasie ist geprägt von

  1. Dysphagie typischer Weise bei Flüssigkeiten
  2. Regurgitation (Nahrung ist nicht sauer, da sie den Magen nicht erreicht hat)
  3. retrosternaler Druck / Schmerz.

Therapie

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Folgende Therapiemöglichkeiten bieten sich bei einer Achalasie:

  1. Methode der Wahl: Ballondilatation (längerfristige Erfolgsquote 40-60%)
  2. Injektion von Botulinustoxin (Effekt hält nur kurz an; hohe Kosten)
  3. operative Kardiomyotomie (Erfolgsquote bis 90%)

Komplikationen

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Zu den Komplikationen der Achalasie zählen

  1. Aspirationspneumonien
  2. maligne Entartung (30fach erhöhtes Risiko bzgl. der Entwicklung eines Ösophaguskarzinoms gegenüber der Normalbev.)

Zusatzhinweise

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In der Nachsorge der Achalasie werden Kontrollendoskopien alle 1-2 Jahre wegen dem Risiko der malignen Entartung empfohlen.


Literaturquellen

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  1. Renz-Polster H, Krautzig S (2008) - Basislehrbuch Innere Medizin - Urban&Fischer, Jena und München
  2. Herold (2008) - Innere Medizin
  • (2006) Weylandt K, Klinggräff P - DD Innere Kurzlehrbuch der Inneren Medizin und differentialdiagnostisches Kompendium - Lehmanns Media
  • (2009) Thieme Verlag - Innere Medizin - Duale Reihe - Thieme
  • (2009) Herold G - Innere Medizin 2010 - Herold, Köln
  • (2008) Renz-Polster H, Krautzig S - Basislehrbuch Innere Medizin - Urban & Fischer Verlag, Elsevier
  • (2007) Piper W - Innere Medizin - Springer

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